Wie zieht man einen Einweg-Overall Schritt für Schritt an?
Überprüfung auf Risse, Löcher oder Herstellungsfehler
Bevor Sie einen Einweg-Overall anziehen, nehmen Sie sich einen Moment Zeit, um ihn gründlich zu prüfen. Sehen Sie sich das gesamte Kleidungsstück bei guter Beleuchtung an und achten Sie besonders auf problematische Stellen wie Nähte, Reißverschlüsse und Bereiche, in denen sich um Schultern und Knie herum Belastungen aufbauen können. Vergessen Sie nicht, mit den Fingern über das Material zu fahren, da manchmal kleine Löcher oder schwache Stellen nicht allein durch bloßes Hinsehen erkennbar sind. Solche kleinen Mängel könnten gefährliche Substanzen durch die Schutzschicht gelangen lassen, auf die wir uns verlassen. Zeigt sich auch nur ein Anzeichen von Beschädigung, entsorgen Sie den Overall sofort. Versuche, ihn zu reparieren, sind erfolglos, da er ausschließlich für den einmaligen Gebrauch vorgesehen ist. Sicherheit geht vor, Leute!
Integrität der Nähte, Verschlüsse und Schutzbarrieren sicherstellen
Wie gut ein Einweg-Overall funktioniert, hängt letztendlich davon ab, wie stabil die Nähte, Verschlüsse und Dichtungen tatsächlich sind. Prüfen Sie zuerst den Reißverschluss – er muss sich leichtgängig schließen lassen, ohne zu klemmen oder sich irgendwie zu lösen. Achten Sie auch auf eventuell angebrachtes Klebeband und stellen Sie sicher, dass es dort haftet, wo es soll, und nirgends anfängt abzulösen. Untersuchen Sie außerdem sorgfältig die elastischen Teile an Handgelenken und Knöcheln. Diese sollten eng genug sitzen, aber nicht zu stark einschränken, und achten Sie auf Ausfransungen oder dünne Stellen, die leicht reißen könnten. Bei den Nähten selbst stellen Sie sicher, dass sie entweder ordnungsgemäß verklebt oder fest vernäht sind. Selbst kleine Lücken oder lose Fäden können dazu führen, dass unerwünschte Substanzen eindringen. Eine solche kurze Inspektion vor dem Anziehen des Overalls ist sinnvoll, denn niemand möchte erst danach Probleme bemerken, wenn man bereits mit der Substanz in Kontakt gekommen ist, von der die Schutzausrüstung einen eigentlich schützen sollte.
Überprüfung der Kompatibilität mit der vorgesehenen Gefährdungsart
Der Schutzgrad, den Einweg-Schutzanzüge bieten, hängt stark davon ab, aus welchen Materialien sie hergestellt sind und wie sie verarbeitet wurden. Bevor man irgendeinen Anzug vom Regal nimmt, ist es ratsam, die Herstellerangaben zu den Produktspezifikationen genau zu prüfen. Am wichtigsten ist, dass die getragene Ausrüstung allen vor Ort möglichen Gefahren standhält – sei es umherfliegende Chemikalien, in der Luft schwebende Keime oder Staubpartikel, die durch den Arbeitsbereich wehen. Auch die Materialien spielen eine entscheidende Rolle: Polypropylen, SMS-Gewebe oder eventuell eine mikroporöse Folie beeinflussen maßgeblich, wie gut Arbeitnehmer geschützt sind. Und die speziellen Oberflächenbehandlungen des Gewebes dürfen nicht vergessen werden. Viele Menschen fühlen sich geschützt, obwohl sie es tatsächlich nicht sind, weil sie die falsche Ausrüstung für den jeweiligen Einsatz gewählt haben. Arbeitsunfallberichte zeigen hier etwas Beunruhigendes: In etwa sechs von zehn Fällen, in denen Schutzausrüstung versagt, liegt der Grund einfach darin, dass jemand den falschen Typ Schutzanzug für die herrschenden Bedingungen getragen hat.
Die richtige Größe für optimalen Sitz und Schutz auswählen
Größentabellen und Körpermaße verstehen
Genau gemessene Körpermaße sind wichtig, wenn Kleidung wirklich passen soll. Achten Sie beim Messen auf drei zentrale Bereiche: Brustweite am breitesten Punkt, Taille dort, wo sie natürlich eingezogen ist, und Innenbeinlänge vom Schritt bis zum Knöchel. Vergleichen Sie diese Maße immer mit den Angaben des Herstellers in der Größentabelle. Gehen Sie nicht davon aus, dass herkömmliche Konfektionsgrößen hier funktionieren, da die Passform von Schutzkleidung zwischen verschiedenen Marken erheblich abweichen kann. Eine im vergangenen Jahr im Journal of Occupational Safety veröffentlichte Studie kam zu einem erschreckenden Ergebnis bezüglich schlecht sitzender Schutzkleidung. Die Untersuchung zeigte, dass der Schutz bei Arbeitern, die falsch sitzende Ausrüstung tragen, um bis zu vierzig Prozent sinken kann. Bevor Sie etwas kaufen, prüfen Sie die Größenempfehlungen des Herstellers. Einige Unternehmen raten, eine Größe größer zu wählen, wenn mehrere Kleidungsschichten übereinander getragen werden sollen, während andere behaupten, ihre Größen entsprächen ziemlich genau den Standardmaßen.
Mobilität und Abdeckung ausbalancieren, ohne Lücken
Beim Suchen nach guten Schutzanzügen ist darauf zu achten, dass sie den Körper vollständig umschließen, gleichzeitig aber ausreichend Bewegungsfreiheit ermöglichen. Probieren Sie zunächst aus, wie weit die Schultern bis hin zu den Ohren bewegt werden können, überprüfen Sie anschließend, wie tief eine Person bei Kniebeugen an den Hüften beugen kann, und gehen Sie danach normal herum, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie viel Platz zwischen den Schritten vorhanden ist. Kleine Öffnungen im Bereich der Handgelenke, um die Knöchel oder sogar knapp unterhalb des Bauchnabels können Hautstellen gefährlichen Substanzen aussetzen, die in der Umgebungsluft schweben könnten. Sicherheitsstandards empfehlen tatsächlich, dass die Ärmel etwa zwei bis drei Zoll über die Handschuhe hinausragen sollten, während die Beinabschnitte bis über die Stiefel oder Schuhe reichen sollten. Die besten Schutzanzüge verfügen über elastische Bündchen an den Handgelenken, verstellbare Riemen im mittleren Bereich und Kniepartien, die sich natürlich biegen lassen, anstatt steif zu wirken. Diese kleinen konstruktiven Details machen beim Arbeiten über lange Schichten hinweg den entscheidenden Unterschied aus, um sowohl komfortabel zu sein als auch schädliche Substanzen fernzuhalten.
Letzte Passkontrolle vor dem Betreten der Arbeitszone
Um wirklich zu testen, wie gut Schutzausrüstung sitzt, probieren Sie diese einfache Methode aus: Heben Sie beide Arme über den Kopf, um zu prüfen, ob es Lücken an den Schultern gibt oder das Material sich zu eng anfühlt. Beugen Sie sich danach im Hüft- und Kniebereich nach vorne, um sicherzustellen, dass sich nichts beim Bewegen hochschiebt. Gehen Sie einige Schritte, um zu überprüfen, ob die Knöchel während der gesamten Bewegung ordnungsgemäß bedeckt bleiben. Bei schwer einsehbaren Stellen, die man selbst nicht sehen kann, bitten Sie eine andere Person, den Rückenbereich zu kontrollieren, insbesondere die Dichtung dort, wo die Kapuze auf den Hals trifft. Laut einer kürzlich im Workplace Safety Journal des vergangenen Jahres veröffentlichten Studie haben Unternehmen, die schriftliche Anprobeprozeduren befolgen, Kontaminationsprobleme im Vergleich zur rein visuellen Überprüfung ohne ordnungsgemäße Tests um etwa zwei Drittel reduziert.
